Entscheidendes Gegentor in der Schlussminute

Grün-Weiß Brauweiler – SSV Homburg-Nümbrecht 2:1 (0:0).

Unglücklicher konnte die Schlussphase der Begegnung für die Nümbrechter kaum verlaufen. Die letzte Spielminute war angebrochen, als sich die Gastgeber im Mittelfeld den Ball erkämpften. Nümbrechts Trainer Marcus Voike hatte allerdings beim Ballverlust von Felix Sievers ein klares Foulspiel eines Grün-Weißen gesehen, doch der Pfiff der Unparteiischen blieb aus. Brauweiler erspielte sich eine Ecke in deren Folge der Siegtreffer fiel. Matti Fiedler schoss den Abpraller aufs Nümbrechter Tor, im Gewühl wurde das Spielgerät abgefälscht und der Ball trudelte unhaltbar für SSV-Torwart Matteo Tessarolo über die Linie.

„Das war natürlich sehr ärgerlich. Klar, kann man die Ecke besser verteidigen, aber wir hätten heute verdient einen Punkt mitnehmen müssen. Das sind Spiele, die nachwirken“, war Voike schwer enttäuscht vom Ausgang der Partie. In der ersten Halbzeit lieferten sich die beiden Parteien ein ausgeglichenes Duell. Torchancen waren auf beiden Seiten Mangelware und es ging torlos in die Pause. Felix Adamietz hatte die beste Gelegenheit, sein Torschuss fischte aber Brauweilers Schlussmann Julian Roloff glänzend aus dem Toreck. Auch nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Kontrahenten auf Augenhöhe, dann mussten die Nümbrechter einen echten Nackenschlag hinnehmen. Brauweiler fuhr einen Konter und Alexander Gerhards schloss mit einem satten Schuss ab. Den fälschte jedoch Nümbrechts Ricardo Bauerfeind ebenso unhaltbar für Tessarolo ab und der Ball schlug im Winkel ein. „So ein Tor kriegt man alle 100 Jahre mal“, konnte es Voike nicht fassen.

Die Gäste ließen sich vom Gegentreffer allerdings nicht beeindrucken und setzten die Hausherren unter Druck. Klare Torchancen blieben zunächst zwar aus – immer wieder hatten die Grün-Weißen bei Abschlüssen ein Bein im Weg – doch die Bemühungen wurden belohnt. Dean-Robin Paes schloss ab und erneut wehrte Brauweiler den Schuss ab. Doch diesmal landete der Abpraller beim gerade erst eingewechselten Michael Ojesanmi, der die Kugel zum Ausgleich in die Maschen schob. „Wir waren zurück im Spiel, waren gierig und drauf und dran noch nachzulegen. Aber am Ende stehen wir mit leeren Händen da. Den Ärger müssen wir jetzt in die nächsten Wochen mitnehmen und uns die Punkte zurückholen“, so Voike. (thg)

Tore

1:0 Alexander Gerhards (58.), 1:1 Michael Ojesanmi (79.), 2:1 Matti Fiedler (90.).

SSV Homburg-Nümbrecht

Matteo Tessarolo: Felix Adamietz, Henry Schäumer, Moritz Becker (90. Kilian Seinsche), Lukas Grünberg (80. Sebastian Ramspott), Ricardo Bauerfeind, Mouad Zaki (79. Joscha Trommler), Felix Sievers (90. Ritsuki Oyama), Niklas Clemens, Collins Ihekaire (79. Michael Ojesanmi), Dean-Robin Paes.

Quelle: www.Oberberg-aktuell.de