Nümbrecht gewinnt hitziges Spiel

Nümbrecht schlägt Marialinden

TuS Marialinden – SSV Homburg-Nümbrecht 0:3 (0:1).

Vor der Begegnung herrschte noch ein freundschaftliches Klima zwischen den beiden Kontrahenten. Die Nümbrechter hatten eigens ein Banner in den Vereinsfarben anfertigen lassen mit der Aufschrift: „Come back stronger Snartz!“ und hingen es prominent an den Begrenzungszaun. Ein Gruß in Richtung Julian Schwarz. Der langjährige Nümbrechter, der mittlerweile im Kader der Marialindener steht, hatte sich in der Vorbereitung das Kreuzband gerissen.

Kaum war die Begegnung angepfiffen, war es aber vorbei mit den Freundschaftsbekundungen. Von Beginn an war Härte im Spiel und die Stimmung sollte sich im weiteren Verlauf der ersten Hälfte noch hochschaukeln. Zunächst aber ging es sportlich zur Sache und die Gäste zeigten sich spielbestimmend. Keine zehn Minuten dauerte es, da klingelte es bereits im Kasten des TuS. Nümbrechts Lukas Grünberg hatte sich auf der linken Außenbahn durchgesetzt und passte scharf in die Mitte, wo Niklas Clemens den Ball durchließ und plötzlich André Dej völlig blank in der Box stand. Ohne Mühe versenkte er das Spielgerät zur frühen Nümbrechter Führung.

[Felix Sievers dribbelte sich immer wieder in die gegnerische Box und sorgte für Gefahr.]

Die Nümbrechter machten nun Druck und wollten nachlegen. Nach einer Flanke von Felix Klein landete eine Direktabnahme von Niklas Clemens nur knapp über dem TuS-Tor (15.), acht Minuten später bereitete Dej für Henry Schäumer vor, der ebenfalls per Direktabnahme über die Querlatte zielte. Weitere drei Minuten später dribbelte sich Felix Sievers in die gegnerische Box. Sein Flachschuss landete jedoch am Pfosten, den Nachschuss von Clemens parierte Marialindens Torwart Leon Tenten in höchster Not. In Minute 33 scheiterte Clemens erneut am Keeper und auch Felix Klein traf beim Nachschuss nur den Schlussmann.

[Nümbrechts Trainer Marcus Voike hätte seine Elf gerne früher weiter vorne gesehen. Der SSV vergab im ersten Durchgang eine Reihe von guten Chancen.]

Vom Gastgeber war bis dato wenig zu sehen, doch das sollte sich nun ändern. Nach einem groben Foulspiel der Hausherren erregten sich die Gemüter auf Nümbrechter Seite, eine Rudelbildung folgte und im Durcheinander sprang TuS-Torjäger André Peters auf Felix Klein zu und griff ihm an den Hals. Klein antwortete mit einem Schubser und beide sahen die Rote Karte. Am Ende waren wohl alle froh, als der Halbzeitpfiff ertönte und sich die Gemüter beruhigen konnten. „Mit der Härte im Spiel hatten wir es schwer, in unseren Spielrhythmus zu kommen. Aber wir hatten trotzdem ausreichend Topchancen, um schon früh den Sack zuzumachen“, ärgerte sich SSV-Trainer Markus Voike über die verpassten Gelegenheiten.

[Lukas Grünberg (li.) bereitete den Führungstreffer von André Dej vor.]

Nach dem Seitenwechsel war der Dampf vom Kessel und man konnte sich auf das Sportliche Konzentrieren. Und da hatten die Nümbrechter die besseren Szenen. Dean-Robin Paes und Niklas Clemens vergaben zunächst die besten Chancen der Nümbrechter. Beide trafen nur den Torpfosten. Kilian Seinsche scheiterte aus kurzer Distanz an Torwart Tenten, ehe die Entscheidung fiel. Michael Ojesanmi steuerte kurz nach seiner Einwechslung das 2:0 bei und Dean-Robin Paes setzte mit einem sehenswerten Volleytreffer aus 16 Metern den Schlusspunkt. „Zwischenzeitlich dachte ich, nach den vielen vergebenen Chancen, dass wir gleich irgendein Gurkentor bekommen. Aber wir haben uns von all dem, was auf dem Feld passiert ist, nicht beeindrucken lassen und haben am Ende doch die Tore gemacht“, war Voike zufrieden.

Tore

0:1 André Dej (10.), 0:2 Michael Ojesanmi (89.), 0:3 Dean-Robin Paes (90.).

Besondere Vorkommnisse

Rot gegen Marialindens André Peters (34. Unsportlichkeit)

Rot gegen Nümbrechts Felix Klein (34. Unsportlichkeit)

SSV Homburg-Nümbrecht

Matteo Tessarolo; Felix Adamietz, Henry Schäumer, André Dej (74. Joscha Trommler), Moritz Becker, Lukas Grünberg, Ricardo Bauerfeind (87. Sebastian Ramspott), Collins Ihekaire (46. Dean-Robin Paes), Niklas Clemens (70. Kilian Seinsche), Felix Klein, Felix Sievers (82. Michael Ojesanmi).

[Moritz Becker half in der Abwehrkette, das Nümbrechter Tor sauber zu halten.]


Quelle: www.Oberberg-aktuell.de