Nümbrecht mit schmalem Aufgebot in Brauweiler.

Vorschau Landesliga (5. Spieltag)

Grün-Weiß Brauweiler – SSV Homburg-Nümbrecht (Sonntag, 15:30 Uhr).

Es fehlen: André Dej, Felix Klein, Dennis Kania, Fritz Schäfer, Marc Wolf, Niklas Goße, Tom Hillenbach.

Einsatz fraglich: Henry Schäumer, Niklas Clemens.

Zum Spiel: Die Nümbrechter sind im Terminstress. Im Anschluss an die Auswärtspartie in Brauweiler stehen dem Klub gleich zwei englische Wochen bevor, inklusive FVM-Pokal und Kreispokal und dem Derby gegen den FV Wiehl an einem Freitagabend. Dann endlich werden die Bauarbeiten auf der heimischen Platzanlage endlich abgeschlossen sein. Mitte Oktober soll gegen den SC Rheinbach das erste echte Heimspiel der Saison stattfinden. Bislang haben die Nümbrechter die problematische Auftaktphase der aktuellen Spielzeit ohne große Verluste gestaltet. Lediglich ein Streichergebnis, das 1:6 beim TuS Mondorf, musste man hinnehmen.

Doch die Personalprobleme nehmen zu. Neben den Langzeitverletzten fehlen in Brauweiler nun auch noch André Dej, der privat verhindert ist und Felix Klein, der am vergangenen Sonntag im Spiel beim TuS Marialinden des Feldes verwiesen wurde und vier Spiele Sperre bekommen hat. Dennis Kania ist im Urlaub, Henry Schäumer ist krank und Niklas Clemens hat sich wegen Rückenbeschwerden ebenfalls vom Training abgemeldet. SSV-Trainer Marcus Voike sieht es gelassen. „Es ist natürlich schade. Vor allem Felix Klein war gerade gut drauf und hat schon vier Tore auf dem Konto. Wenn alle Fraglichen jetzt ausfallen, wird es natürlich schwierig in Brauweiler, aber dann müssen eben andere Spieler die Positionen besetzen“, sagt er.

Dass die Nümbrechter mit Unwägbarkeiten umgehen können, bewies die Partie in Marialinden. Von Beginn an lieferten sich die Kontrahenten einen hitzigen Schlagabtausch. Doch bis auf die Rudelbildung, nach der Klein die Rote Karte sah, behielten die Gäste die Ruhe und ließen sich auch von vergebenen Torchancen nicht nervös machen. „Marialinden hat zwar noch keinen Punkt geholt, aber das Spiel war trotzdem ein Gradmesser. So eine Mannschaft ist wie ein angeschlagener Boxer und das ist immer gefährlich. Wir hätten das Spiel schon in der ersten Halbzeit entscheiden müssen, so viele hochkarätige Chancen hatten wir. Eigentlich bekommt man dann irgendein Gurkentor, aber wir haben wieder zu Null gespielt. Das war wichtig“, so Voike.

Mit Brauweiler kommt nun ein anderes Kaliber. In der vergangenen Saison kämpfte der Klub lange Zeit in der Spitzengruppe der Tabelle, konnte in den letzten Wochen aber nicht mehr ins Aufstiegsrennen eingreifen. „Das ist eine ordentliche Truppe und ist eine schwierige Aufgabe für uns. Das ist eine homogene Mannschaft, die kaum Abgänge hatte. Man muss damit rechnen, dass sie ganz oben mit dabei sind“, hält Voike das Team für eine echte Spitzenmannschaft. Nicht nur, dass der Kader weitgehend zusammengeblieben ist, die Grün-Weißen haben personell sogar noch einmal nachgelegt und mit Adrian Szöke einen Ex-Profi verpflichtet. Der 28-Jährige Offensivspieler wurde beim 1. FC Köln ausgebildet, spielte dort für das Regionalligateam und wechselte anschließend in die erste niederländische Liga zu Heracles Almelo. In vier Spielen gelangen ihm bereits zwei Tore und zwei Assists. (thg)

Quelle: www.Oberberg-aktuell.de