Timo Röttger übernimmt sportliche Leitung

Der Ex-Profi heuert mit sofortiger Wirkung bei den Nümbrechtern an – Vereinschef Roger Lang: „Ideale Besetzung für diese Position gefunden“ – Transfer von Dogukan Bülbül ist perfekt.

Timo Röttger übernimmt ab sofort die sportliche Leitung beim SSV Homburg-Nümbrecht. Der aus Bergneustadt-Wiedenest stammende Ex-Profi – zu den Stationen während seiner aktiven Zeit gehörten unter anderem Dynamo Dresden, RB Leipzig und SC Paderborn – war zuletzt als Chefscout beim Oberligisten SV Sandhausen tätig, davor arbeitete der 40-Jährige in gleicher Funktion sowie als Kaderplaner bei Viktoria Köln und beim Hallescher FC.

Die Verbundenheit zu seiner Heimatregion war dabei stets vorhanden, mit den SSV-Verantwortlichen steht er bereits seit längerem im Austausch. „Mit Timo haben wir die ideale Besetzung für diese Position gefunden. Er kennt den Fußball aus allen Perspektiven – vom Amateur- bis zum Profibereich. Gleichzeitig ist er bodenständig geblieben und weiß genau, wofür ein Verein wie der SSV Homburg-Nümbrecht steht“, sagt der SSV-Vorsitzende Roger Lang.

Mit der Übernahme der sportlichen Leitung durch Timo Röttger will der Klub eigenen Angaben zufolge den nächsten Entwicklungsschritt gehen. „Ziel ist es, sportliche und organisatorische Abläufe weiter zu professionalisieren, ohne die familiäre DNA des SSV zu verlieren, die den Verein seit jeher auszeichnet. Wir wollen besser werden, ohne uns zu verbiegen“, so der Vorstand. „Mit Timo Röttger sind wir überzeugt, genau diesen Weg gehen zu können.“

Im Gespräch mit OA bezeichnet Lang die Verpflichtung des 40-Jährigen als Glücksfall. „Bevor er in Sandhausen angefangen hat, war Timo schon unser Wunschkandidat. Als klar war, dass es für ihn dort nicht weitergeht, haben wir die Gespräche noch einmal intensiviert. Wir sind sehr froh, jemanden mit so einer großen Expertise gewonnen zu haben, der zudem über ein riesiges Netzwerk verfügt. Timo soll im sportlichen Bereich Verantwortung übernehmen und Dinge nach vorne bringen.“

Dazu gehöre auch die Suche nach Spielern, die für den Verein interessant sein könnten. „An unserer Philosophie, die wir seit Jahren pflegen, ändert sich ja nichts. Es geht um Spieler, die bei uns unter den gegebenen Voraussetzungen spielen wollen und auch bei uns reinpassen“, so der Vereinschef weiter.

„Mir gefällt, dass der Verein sehr familiär und bodenständig ist, aber trotzdem Ambitionen hat. Aus meiner Sicht ist es machbar, nach den Jahren, wo man knapp gescheitert ist, auch mal in die Mittelrheinliga aufzusteigen und dort zu versuchen, sich zu etablieren“, erklärt Röttger auf Nachfrage von OA.     

Bis zum Ende der laufenden Saison werden auch David Svimbersky und Holger Jungjohann im Bereich der sportlichen Leitung weiterarbeiten. Wie das künftige Modell aussehen soll, ist Gegenstand aktueller Gespräche. Lang: „Wir wollen die beiden auf jeden Fall über den Sommer hinaus bei uns einbinden. Ich könnte mir vorstellen, dass sie ihre Expertise beim Übergang von der Jugend zu den Senioren einbringen, aber da müssen wir noch abwarten, was die Gespräche ergeben.“          

Gegenüber unserer Zeitung bestätigte Röttger derweil, dass der Transfer von Dogukan Bülbül vom Lokal- und Ligarivalen FV Wiehl in trockenen Tüchern ist „Er ist ein junger Spieler aus der Region, der sich bei uns über gute Trainingsleistungen empfehlen und in Ruhe weiterentwickeln soll. DWir erhoffen uns, dass er den nächsten Schritt macht und uns weiterhelfen kann. Die Luftveränderung tut ihm dabei vielleicht ganz gut“, so der neue SSV-Sportchef.

Quelle: www.Oberberg-aktuell.de