Wiehl setzt mit Sieg gegen Nümbrecht erste Duftmarke

Am zweiten Tag des Sparkassen-Cups stand das Topduell der Turnierfavoriten auf dem Programm, das Wiehl gegen den Titelverteidiger für sich entschied

Gruppe B (in Bielstein)

SSV Homburg-Nümbrecht – FV Wiehl 0:2 (0:0).

Nach dem enttäuschenden Aus in der Vorrunde des Sparkassen-Cups 2024 hat der FV Wiehl diesmal zum Auftakt eine Duftmarke gesetzt und das Duell der Landesligisten gegen den Titelverteidiger SSV Homburg-Nümbrecht für sich entschieden. „Ein hochverdienter Sieg“, fand Wiehls Trainer Sascha Mühlmann. „Die ersten zehn Minuten waren ausgeglichen, danach war Nümbrecht bis zur Pause einen Tick stärker. In der zweiten Halbzeit waren wir besser. Es ist gut, mit einem Sieg zu starten. Ich bin mit der ersten Trainingswoche maximal zufrieden.“

[Paul Neuendorff (re.), hier im Duell mit Ricardo Bauerfeind, wurde beim FV Wiehl heute .]

Ein langes Abtasten gönnten sich die Turnierfavoriten nicht: Bereits nach zwei Minuten eroberte der SSV den Ball auf der rechten Seite. Nach Zuspiel von Dean-Robin Paes bugsierte Felix Klein die Kugel knapp am Kasten vorbei. Praktisch im Gegenzug besaß aber auch Wiehl eine Großchance: Justus Dabringhausen scheiterte aus halbrechter Position an Schlussmann Matteo Tessarolo (3.).

Anschließend tat sich in den Strafräumen wenig, das Intensitätslevel in den Zweikämpfen war indes hoch. In der Phase vor der Pause erarbeiteten sich die Nümbrechter beim ersten offiziellen Auftritt des neuen Trainers Marcus Voike ein Übergewicht und fuhren auch zwei, drei gefährliche Angriffe, die jedoch in letzter Konsequenz von der FV-Defensive erstickt werden konnten, bevor es richtig brannte.

Nach dem Seitenwechsel dann Verägerung im Wiehler Lager, als Yannik Clemens im Sechszehner umgerissen wurde, der Schiedsrichter aber nicht auf Elfmeter entschied (32.). Dennoch durfte die Mühlmann-Elf kurz darauf die Führung bejubeln: Tessarolo leistete sich einen dicken Schnitzer und spielte Dabringhausen den Ball in die Füße. Dieser behielt die Ruhe und netzte zum 0:1 ein.   

[Dean-Robin Paes wird von Louis Usko bedrängt.]

Noch größere Aufregung als bei der vermeintlichen Elferszene herrschte nach einem harten Einsteigen von Joscha Trommler gegen Dabringhausen, was eine kurze Rudelbildung an der Seitenlinie zur Folge hatte (46.). Der Unparteiische schickte FV-Assistenzcoach Philipp Schneider mit Rot runter, weil er das Feld betreten hatte. Trommler kam mit Gelb davon.

Offensiv präsentierten sich die Nümbrechter in der zweiten Halbzeit harmlos und nachdem Clemens aus einem weiteren Tessarolo-Schnitzer kein Kapital geschlagen hatte (58.), fiel in der Nachspielzeit die Entscheidung durch eine Co-Produktion zweier Joker. Moritz Müller köpfte eine Ecke von Jordy Schurzmann zum 0:2 ein.

Voike musste anerkennen, dass die Niederlage aufgrund des zweiten Durchgangs nicht unverdient war. „Mit der ersten Halbzeit bin ich super zufrieden. Da haben wir mit hohem Tempo gespielt und hätten aus unseren ein, zwei Chancen mehr machen können. Die zweite Halbzeit war dann leider nicht mehr so gut.“ Durchaus mit Sorgen blickte der SSV-Trainer auf seinen Kapitän Niklas Goße, der nach einem gegnerischen Tritt auf die Achillesferse nicht weiterspielen konnte.

„Ich hoffe, dass er sich nicht schwerer verletzt hat“, so Voike, für den es die Premiere bei diesem Turnier war. Von der Atmosphäre und der großen Kulisse zeigte er sich angetan. „Ich finde den Sparkassen-Cup cool und ich freue mich, mit dabei sein zu können.“ Rein sportlich steht der SSV nach der heutigen Schlappe schon unter Druck. Am Dienstag wartet mit dem VfR Marienhagen der nächste Gegner – der A-Ligist hatte sein Auftaktspiel mit 3:2 gegen Elsenroth gewonnen.

Tore

0:1 Justus Dabringhausen (40.), 0:2 Moritz Müller (60.+2).

[Justus Drabringhausen nutzte den Patzer von SSV-Keeper Matteo Tessarolo und erzielte die Führung.]

  

[Moritz Müller traf per Kopf zum 0:2.]


[Nach einem Foul von Joscha Trommler an Justus Dabringhausen kochten kurz die Emotionen hoch. Der Unparteiische zeigte Wiehls Co-Trainer Philipp Schneider die Rote Karte.]

Quelle: www.Oberberg-aktuell.de